top of page
  • Instagram

Create Your First Project

Start adding your projects to your portfolio. Click on "Manage Projects" to get started

ME DE A

Standort

Vagantebühnen

WIR SIND ME DE AS.
Die andere*, die Fremde*. Die Ausländer*in
. Ihr Fremdsein steht im Zentrum der Inszenierung und verweist auf eine Realität, die viele Menschen auch heute kennen: das Leben in einer Gesellschaft, in der Zugehörigkeit ständig verhandelt wird und Migration häufig mit Misstrauen oder Zuschreibungen verbunden ist.
In dieser Umsetzung findet Medeas Geschichte einen unerwarteten Schauplatz: einen Friseursalon. Ein scheinbar banaler Ort des Alltags, der für viele Menschen – besonders für Migrant*innen – zu einem sozialen Raum der Gemeinschaft wird. Hier wird geredet, gelacht, gestritten, reflektiert. Der Salon wird zu einem Ort, an dem Identitäten verhandelt werden und an dem man für einen Moment wieder zu sich selbst finden kann.
Genau in diesem Spannungsfeld beginnt Medea, über das nachzudenken, was ihr Leben aus ihr gemacht hat – über Verlust, Entwurzelung und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei der Chor der korinthischen Frauen- ODER SIND SIE AUCH ME DE AS? Zwischen ihnen entsteht ein Moment von Solidarität und Schwesternschaft. Sie hören Medea zu, verstehen ihre Wut und erkennen die strukturellen Kräfte einer Gesellschaft, die sie zur Außenseiterin gemacht hat. Gleichzeitig spiegeln sie ihr Handeln kritisch. In diesem Austausch entsteht für Medea ein seltener Moment des Innehaltens – ein Ort, an dem sie ihre Geschichte aussprechen kann, auch wenn sie selbst in dieser Gesellschaft nie wirklich ankommen wird.

bottom of page